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Sozietät Beier & Beier Rechtsanwaltskanzlei
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Sozietät Beier & Beier
 
     
 

Amtsgericht Bremen 60 F 1978/08

Vom 14.08.2009

Amtsgericht Bremen

Beschluss

In der Familiensache

betreffend den mdj. X, geb. am .. 2004

Amt für Soziale Dienste, Sozialzentrum Gröpelingen/Walle, Hans-Böckler-Str. 9, 28217 Bremen, Geschäftszeichen:
Antragsteller,

XXX
Kindesmutter,

Verfahrensbevollmächtigter:
Rechtsanwalt Heino Beier, Oslebshauser Heerstr. 20, 28239 Bremen,
Geschäftszeichen: H/2008/055

und

XXX
Kindesvater,

Beteiligt:
Verfahrenspflegerin: Rechtsanwältin XXX, Bremen

Der Kindesmutter wird gem. § 1666 Abs.1 und 3 BGB die Auflage erteilt, an einer videogestützten Interaktionsdiagnostik bei der Erziehungsberatungsstelle Bremen West teilzunehmen. Ihr wird eine Frist von 3 Wochen gesetzt, die Anmeldung dort nachzuweisen.

Gründe

Nach dem Sachverständigengutachten vom 28.1.2009 und dem in der mündlichen Verhandlung wiederholten Votum der Sachverständigen und dem Antrag des beteiligten Jugendamtes muss die Kindesmutter mindestens eine der drei empfohlenen Hilfsmaßnahmen annehmen, um das Wohl des Kindes X zu sichern. Die von der Gutachterin dringend angeratene Psychotherapie der Kindesmutter kann das Gericht nicht zur Auflage machen; das weiter empfohlene Triple-P-Programm wird zur Zeit in Bremen nicht angeboten. Umso wichtiger und dringender ist es, dass die Kindesmutter wenigstens die videogestützte Interaktionsdiagnostik in Anspruch nimmt, da sonst das seelische Wohl des Kindes gefährdet ist.

Die Einwendungen der Kindesmutter gegen das Gutachten sieht das Gericht, soweit die Einwendungen nachvollziehbar sind, durch die erfolgte Stellungnahme der Sachverständigen vom 26.3.2009 als widerlegt an.

Nach den Schilderungen mehrerer Fachleute wie der Mitarbeiterin des Jugendamtes, der Mitarbeiter des Krisendienstes und der psychologischen Sachverständigen braucht die Kindesmutter sehr wohl Hilfe in der Mutter-Kind-Interaktion, speziell in Grenzsetzungssituationen. Die Mitarbeiter des Krisendienstes haben bei ihren Besuchen im Haushalt der Kindesmutter chaotische Situationen zwischen Mutter und Kind miterlebt. Ebenso hat die Sachverständige angegeben, X Verhalten in Beziehung zur Kindesmutter sei in allen im Rahmen der Begutachtung beobachteten Situationen hoch auffällig gewesen. Dass X im Kindergarten freundlich ist und nicht negativ auffällt, ist kein Widerspruch, da die Problematik gerade in der nahen und engen Beziehung zwischen Mutter und Kind liegt.

Auch die Interaktion und Kommunikation mit anderen Personen wird als nicht unproblematisch angesehen. Die Kindesmutter wird durchgängig als schnell aggressiv, vorwurfsvoll und ablehnend gegenüber Hilfsangeboten erlebt. Auch nach dem persönlichen Eindruck der Kindesmutter in insgesamt vier Verhandlungsterminen hat sich der Eindruck verfestigt, dass die Kindesmutter die Realität in einer Weise wahrnimmt, dass sie überall Anfeindungen und Verdächtigungen zu erkennen glaubt, die andere nicht sehen. So hat sie dieses Verfahren mit einer Mordanklage gegen sich verglichen und davon gesprochen, dass sie bei Kontaktaufnahme mit der Erziehungsberatungsstelle ins offene Messer laufe. Eine solche einseitig verzerrte Wahrnehmung bleibt nicht ohne Auswirkung auf das Verhältnis zum Kind und ist weiterer Anlass, Mutter und Kind unbedingt Hilfe angedeihen zu lassen und sie nicht sich selbst zu überlassen.

Bremen, den 14. August 2009

Unterschriften

 

 
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